Mitarbeitende erzählen

Seit 37 Jahren mit Herzblut und Begeisterung für unsere Kundinnen und Kunden im Einsatz

Adrian Ledermann ist 57 Jahre alt, Servicetechniker, und seit 37 Jahren bei der Oberholzer AG. Im Gespräch mit Geschäftsführer Thomas Jörger verrät er, warum er von seinem Beruf so begeistert ist und weshalb er seine Arbeit nicht gegen eine auf der Baustelle oder im Büro tauschen möchte. 

Adrian, seit wann bist du bei der Oberholzer AG? 
Seit 13. April 1987 (Anmerkung Thomas Jörger: Adrian antwortet postwendend und kennt das Datum auswendig – ich bin erstaunt), das war kurz nach Abschluss meiner Lehre als Elektromonteur. 

Wo war die Firma damals ansässig, wie gross war sie und wer war dein erster Chef?
Oberholzer war damals an der Kempttalstrasse in Pfäffikon ZH zu Hause und beschäftigte rund 20 Mitarbeitende. Mein erster Projektleiter war Henri Hotz und Werner Oberholzer (verstorben 1992) war Geschäftsführer.

Du arbeitest seit 37 Jahren in der Oberholzer AG. Wie kommt es dazu? 
Die Begeisterung für den Beruf, die Werner Oberholzer während der ersten Jahre in mir geweckt hat, hält bis heute an. Werner war ein echter Motivationskünstler – seine Nachfolger verstanden und verstehen es glücklicherweise auch ganz gut, ihre Mitarbeitenden anzuspornen. Zusammen mit einem Gefühl von Vertrauen und einem guten zwischenmenschlichen Miteinander reicht mir das schon, um lange beim gleichen Arbeitgeber zu bleiben. Kurz: für mich hat bis heute einfach immer alles gepasst; der Beruf, die Projekte und die Menschen. Die Kollegen und Kolleginnen, die Mitarbeitenden, die Vorgesetzten und auch die Kunden passen zu mir und ich passe zu ihnen.

Adrian, was fasziniert dich an der Arbeit des Servicetechnikers?
Die Abwechslung! Ich installiere etwas oder behebe eine Störung und am Schluss sind die Kunden happy und ich bin es auch. Ich kann mir keinen besseren Beruf vorstellen.

Hat sich die Arbeit bei den Kunden in den Haushalten stark verändert?
Die Arbeit ist immer noch die gleiche, es wird aber mehr programmiert und weniger verdrahtet. Zudem funktioniert viel mehr automatisch, sogar das Kübelfach in der Küche geht automatisch bzw. durch einen Elektro-Anschluss auf und zu. Und die Kunden sind durch Google viel besser informiert als früher.

Wolltest du nie Baustellen führen oder dich als Projektleiter versuchen?
Am Anfang meiner Karriere habe ich oft auf Baustellen gearbeitet, z.B. beim Bau des Personalrestaurants der Firma Mettler oder bei der Überbauung «Zentrum Insel» in Oberuster. Zwischendurch habe ich dann auch Service- und Unterhaltsarbeiten gemacht. Durch die Lehre in einem Kleinbetrieb (Firma Neeser in Fehraltorf) war ich geradezu prädestiniert dafür. Als mit der Zeit das Vertrauen der Projektleiter in mein Können immer grösser wurde, hatte ich laufend mehr zu tun und bin dabeigeblieben. 

Ich habe den Schritt in den Service nie bereut und bin gerne jeden Tag woanders. Meine Arbeit erlaubt es mir, mich selbst zu organisieren und mein eigener Chef zu sein. Zudem ist die Abgängigkeit von anderen Gewerken viel kleiner. 

Projektleiter zu werden hat mich nie interessiert. Zum einen wollte ich nie nur im Büro arbeiten, zum anderen hatte ich früh Kinder. Projektleiter arbeiteten damals und auch heute noch sehr viel, das ist mir zu wenig familienfreundlich. Draussen an der Front war es mir immer wohler. 

Wie hat sich deine tägliche Arbeit in den letzten 37 Jahren verändert?
1987 gab es noch keine eigene Serviceabteilung und im Laufe der Jahre wurde vieles professioneller.  Die Werkzeuge haben sich stark verändert. Heute arbeite ich zu 99% mit Akkuwerkzeugen und für viele Arbeiten gibt es inzwischen Spezialwerkzeuge. Früher fuhr ich einen VW Polo, jetzt einen vollausgerüsteten Ford Transit mit einem selbst zusammengestellten Sortimo System*. 

Früher hatten wir eine Telefonkarte und einen Pager. Heute erhalte ich die Aufträge vollelektronisch auf das Tablet, Fragen werden telefonisch geklärt. Administration und Rapportierung wurden einfacher und schneller, dafür wurde der Arbeitsumfang (Messresultate etc.) viel grösser. 

Die Schattenseite der Digitalisierung ist, dass der persönliche Austausch weniger wurde. Durch die vielen Teamanlässe wird das aber sehr gut kompensiert.

Was sich nicht verändert hat, sind die Arbeitszeiten (lacht).

Adrian, in acht Jahren wirst du 65. Dürfen wir bis dahin auf deine Dienste zählen? Oder kannst du dir sogar vorstellen, auch nach Antritt deiner ordentlichen Pension in einem Teilzeitpensum für die Oberholzer AG zu arbeiten?
(Adrian lacht). Bis ich pensioniert werde, gibt es sicherlich nochmals eine AHV-Abstimmung.

Wenn es mir dann gesundheitlich und beruflich noch so gut geht wie jetzt, kann ich es mir durchaus vorstellen, länger zu arbeiten. 

*Fahrzeugeinrichtungen von Sortimo sorgen für Ordnung und Struktur im Transporter und bieten einen guten Überblick über die mitgeführten Arbeitsmaterialien. Sie sind so konzipiert, dass die Abläufe im mobilen Arbeitsalltag professioneller, sicherer und wirtschaftlicher werden. Die durchdachten Ordnungssysteme ermöglichen ein perfekt intuitives Handling und ersparen lange Suchzeiten nach dem passenden Werkzeug.